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Die deutsch-russischen Beziehungen gepflegt

Die Firma „Modul Technik" pflegt schon seit fast 30 Jahren Geschäftsbeziehungen mit Russland. Nun schauten Generalkonsul Jewgenij Schmagin (2. von links), llja Roschkow (rechts) und Montabaurs Stadtbürgermeister Klaus Mies (links) bei Firmengründer Heinz Georg Balagny vorbei. Foto: Thorsten Ferdinand

 

Wirtschaft Generalkonsul Jewgenij Schmagin zu Gast in Montabaur -Spezialist für medizinische Versorgungssysteme besucht
Von unserem Redakteur
Thorsten Ferdinand

M Montabaur. In einer globalisierten Wirtschaftswelt wird es für Politik und Unternehmen immer wichtiger, ihre internationalen Beziehungen zu pflegen. Das machte in dieser Woche die Visite einer russischen Abordnung in Montabaur deutlich. Jewgenij Schmagin, Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn, und llja Roschkow, Chef der Protokollabteilung, statteten der Westerwälder Kreisstadt quasi eine Art von Staatsbesuch ab. Immerhin war Schmagin vor seiner Zeit in Bonn einige Jahre lang Botschafter. Als Konsul ist er nun nicht nur Ansprechpartner für in Deutschland lebende russische Staatsbürger. Er pflegt darüber hinaus auch den Kontakt zu hiesigen Kommunen und Firmen.

Wichtigste Station bei seinem Besuch in Montabaur war ein Betrieb, der schon sehr lange Handelsbeziehungen mit Russland unterhält. Das Unternehmen „Modul Technik", ein Spezialist für medizinische Versorgungssysteme und Geräte, produzierte bereits 1984 seinen ersten Auftrag für ein Moskauer Krankenhaus - Jahre vor dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion war dies die absolute Ausnahme. Firmengründer Heinz Georg Balagny erinnert sich gut daran, wie die damals noch in Gackenbach produzierten Teile auf Lastwagen verladen und nach Russland gebracht wurden. Der Westerwälder Experte für Medizintechnik entsandte auch die Monteure, die dort den Aufbau erledigten. Im Laufe der Jahre folgten viele weitere Projekte in der gesamten Föderation. Der Export macht für „Modul Technik" etwa 60 Prozent des Gesamtgeschäfts aus. Davon geht noch heute jede fünfte Intensivstation nach Russland. Insgesamt ist die Firma, die ihren Sitz seit 1990 „Am alten Galgen" in Montabaur hat, weltweit in 40 Ländern tätig.

Trotz dieser globalen Vernetzung verbindet Balagny mit Russland besonders viele persönliche Erinnerungen. Er habe die russische Seele in den vergangenen fast 30 Jahren kennen- und schätzengelernt. Kein einziger Handelspartner aus Russland sei ihm je etwas schuldig geblieben, betonte der Geschäftsführer.

Der Generalkonsul zeigte sich bewegt von diesen Worten. „Sie haben in gewisser Weise eine Revolution geschafft", lobte Schmagin. „In dieser Zeit haben nur wenige Menschen Handelsbeziehungen zu Russland aufgebaut." Der deutsche Verstand und die russische Seele seien geradezu prädestiniert, um eine stabile Ehe einzugehen, ergänzte der Konsul mit Blick auf die langjährigen Geschäftsbeziehungen. Heute freilich würden immer mehr deutsche Unternehmen dort tätig. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern erreiche Jahr für Jahr neue Rekordwerte.

Bereits vor dem Besuch bei „Modul Technik" sahen sich Schmagin und Roschkow die Altstadt von Montabaur an. Stadtbürgermeister Klaus Mies und Genoveva Bachmeier-Runge vom Stadtmarketing führten die prominenten Gäste durch das Zentrum. Petra Ramroth von der Wirtschaftsförderung schließlich begleitete die Gruppe bei ihrem Firmenbesuch. Wenn es nach dem Willen aller Beteiligten geht, soll es übrigens nicht der letzte Austausch dieser Art gewesen sein: Schmagin kündigte bereits an, Familie Balagny demnächst ins Bonner Generalkonsulat der Russischen Föderation einzuladen.